Ein Spielplatzbesuch dauert oft länger als geplant, besonders wenn Kinder in ihr Spiel vertieft sind. Damit stellt sich die Frage, welche Plätze sich für einen entspannten Aufenthalt über mehrere Stunden eignen. Entscheidend sind dabei nicht nur die Spielgeräte, sondern auch Sitzgelegenheiten, Schatten und die Umgebung, die einen Aufenthalt mit Picknick angenehm machen.
Merkmale eines aufenthaltsfreundlichen Platzes
Ob ein Spielplatz für längere Besuche taugt, hängt von mehreren Faktoren ab, die über die reine Ausstattung mit Geräten hinausgehen.
- Sitzgelegenheiten: Bänke in ausreichender Zahl und mit gutem Blick auf die Spielbereiche ermöglichen es, Kinder im Auge zu behalten. Manche Plätze verfügen zusätzlich über Tische, die sich zum Essen und Ausbreiten von Proviant eignen.
- Schatten: Bäume oder Sonnensegel schützen vor starker Sonne. Gerade an heißen Tagen ist Schatten oft wichtiger als ein weiteres Spielgerät, da er den Aufenthalt für alle erträglicher macht.
- Wiesenflächen: Angrenzende Grünflächen bieten Raum für eine Picknickdecke, für Ballspiele oder zum Ausruhen abseits der Geräte.
- Abfallbehälter: Mülleimer in der Nähe erleichtern es, den eigenen Abfall zu entsorgen und den Platz sauber zu halten.
Plätze, die mehrere dieser Merkmale vereinen, laden dazu ein, länger zu bleiben, ohne dass es an Komfort fehlt.
Was ein Picknick am Spielplatz erleichtert
Ein gelungenes Picknick am Spielplatz braucht wenig, profitiert aber von einer durchdachten Vorbereitung. Sinnvoll ist eine Ausstattung, die unabhängig von der örtlichen Infrastruktur funktioniert.
- Eine wasserfeste Decke, die sich auf Wiese oder auch auf feuchtem Boden ausbreiten lässt.
- Getränke in ausreichender Menge, besonders an warmen Tagen.
- Speisen, die sich ohne Besteck und ohne Kühlung essen lassen und nicht schnell verderben.
- Feuchttücher zum Händereinigen, da Kinder beim Spielen oft schmutzige Hände bekommen.
- Ein Behälter oder Beutel für den eigenen Abfall, falls kein Mülleimer in der Nähe ist.
Ob am Platz Trinkwasser verfügbar ist, unterscheidet sich stark. Einige Anlagen verfügen über Wasserspender oder Handpumpen, die zugleich als Wasserspielelement dienen, viele andere nicht. Wer nicht darauf angewiesen sein möchte, nimmt eigenes Wasser mit.
Lage und Umgebung berücksichtigen
Für einen entspannten Familienausflug spielt die Umgebung eine große Rolle. Plätze in Parks oder am Rand von Grünanlagen bieten meist mehr Ruhe und Platz als Anlagen direkt an stark befahrenen Straßen. Eine Einzäunung erhöht die Sicherheit, wenn kleine Kinder dazu neigen, wegzulaufen. Die Nähe zu einer Toilette ist bei längeren Aufenthalten mit Kindern ein spürbarer Vorteil, allerdings sind öffentliche Toiletten nicht an jedem Platz vorhanden.
Auch die Erreichbarkeit gehört zur Planung. Ein Platz mit Parkmöglichkeit oder guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr lässt sich unkomplizierter ansteuern. Wer mit dem Fahrrad kommt, achtet auf Abstellmöglichkeiten in der Nähe.
Rücksicht auf andere Besucher
Beliebte Plätze mit Picknickmöglichkeit sind an schönen Tagen oft gut besucht. Rücksicht auf andere Familien gehört daher zum entspannten Miteinander. Dazu zählt, Tische und Bänke nicht dauerhaft zu belegen, wenn andere ebenfalls Platz suchen, sowie das vollständige Mitnehmen oder Entsorgen des eigenen Mülls. So bleibt der Platz auch für nachfolgende Besucher attraktiv.
Ein Spielplatz eignet sich dann besonders gut für einen längeren Familienausflug, wenn Spielangebot, Sitzgelegenheiten, Schatten und eine ruhige Umgebung zusammenkommen. Mit einer Decke, ausreichend Getränken und etwas Proviant lässt sich der Besuch problemlos zu einem kleinen Ausflug ausweiten, bei dem Kinder spielen und Erwachsene in Ruhe rasten können.