Wasserspielplätze für heiße Tage

An heißen Sommertagen wird ein gewöhnlicher Spielplatz schnell zu heiß, um sich dort länger aufzuhalten. Wasserspielplätze bieten eine Alternative: Sie verbinden Spiel und Abkühlung und lassen Kinder mit Wasser, Sand und Matsch experimentieren. Doch nicht jeder Platz mit Wasseranschluss ist gleich, und wer gezielt sucht, sollte die Unterschiede kennen.

Welche Arten von Wasserspielplätzen es gibt

Der Begriff umfasst mehrere sehr unterschiedliche Anlagen. Verbreitet sind Matschanlagen, bei denen über eine Handpumpe oder einen Schwengel Wasser gefördert wird, das dann durch Rinnen, Staubecken und kleine Schleusen geleitet werden kann. Der Reiz liegt im Zusammenspiel von Wasser und Sand, das Kinder selbst steuern.

Daneben gibt es Fontänenfelder und Sprühelemente, oft in Parks oder auf städtischen Plätzen. Hier steigt Wasser aus dem Boden auf oder wird versprüht, ohne dass sich Pfützen bilden. Solche Anlagen sind meist auf Bewegung und Abkühlung ausgelegt, weniger auf ruhiges Spiel.

Eine dritte Form sind naturnahe Anlagen an Bächen oder flachen Wasserläufen, teils künstlich angelegt. Sie ermöglichen das Stauen und Umleiten von fließendem Wasser. Der Untergrund und die Wassertiefe unterscheiden sich hier stark, weshalb ein Blick vorab lohnt.

Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Zunächst ist die Zielaltersgruppe entscheidend. Fontänenfelder eignen sich auch für kleinere Kinder, weil kein stehendes Wasser vorhanden ist. Matschanlagen mit Pumpen erfordern oft mehr Kraft und Geduld und sprechen eher Kinder ab dem Kindergartenalter an. An Wasserläufen sollten kleinere Kinder grundsätzlich begleitet werden.

Der Untergrund spielt eine größere Rolle als auf trockenen Spielplätzen. Sand wird nass und schwer, Steinflächen können rutschig werden. Sinnvoll ist es, wechselbare Kleidung, Handtücher und gegebenenfalls Badeschuhe mitzunehmen. Viele Kinder spielen ohnehin barfuß, weshalb ein Blick auf scharfkantige Steine oder Muschelreste ratsam ist.

Auch der Schatten ist an Wasserspielplätzen wichtig. Wasser schützt nicht vor Sonne, und nasse Haut verbrennt schneller. Anlagen mit Bäumen, Segeln oder überdachten Sitzbereichen erlauben längere Aufenthalte. Wo Schatten fehlt, sind Sonnenschutz und regelmäßige Pausen umso wichtiger.

Hygiene und Wasserqualität

Bei der Wasserversorgung gibt es Unterschiede, die man kennen sollte. Ein Teil der Anlagen wird mit Trinkwasser gespeist, das nach der Nutzung versickert oder abfließt. Andere arbeiten mit umgewälztem Wasser. Ob das Wasser zum Trinken geeignet ist, lässt sich nicht am Aussehen erkennen; im Zweifel sollte es nicht getrunken werden. Manche Betreiber bringen entsprechende Hinweise an.

Stehendes Wasser in Matschbecken kann sich bei Hitze schnell erwärmen und trüben. Das ist für das Spiel unbedenklich, sollte aber nicht in Mund oder Augen gelangen. Nach dem Spielen empfiehlt sich das Abspülen von Händen und Gesicht. Bei offenen Wunden ist Vorsicht geboten.

Praktisches für den Besuch

Wasserspielplätze sind saisonabhängig. Viele Pump- und Fontänenanlagen werden nur in den wärmeren Monaten in Betrieb genommen und im Winter abgestellt oder gewartet. Wann eine Anlage läuft, ist regional verschieden und hängt von der jeweiligen Kommune ab. In sehr trockenen Perioden kann der Wasserbetrieb aus Sparsamkeitsgründen eingeschränkt werden.

Sinnvoll ist es, folgende Dinge einzuplanen:

  • Wechselkleidung und ein Handtuch für jedes Kind
  • ausreichend Trinkwasser, unabhängig vom Spielwasser
  • Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung
  • bei Matschanlagen Kleidung, die schmutzig werden darf
  • gegebenenfalls Sandspielzeug für das Stauen und Umleiten

Wer einen Platz gezielt sucht, achtet am besten auf die angegebene Ausstattung, den Untergrund und die Altersgruppe. Ein Wasserspielplatz mit Schatten, geeignetem Untergrund und einer zur Kindergruppe passenden Wassertechnik bietet an heißen Tagen eine gute Verbindung aus Abkühlung und Spiel. Wichtig bleibt, dass Wasser die Aufsichtspflicht nicht ersetzt und Sonnenschutz auch bei nasser Haut nötig ist.